China – aufstrebende wirtschaftliche Weltmacht. China wird in den nächsten Jahren das Machtgefüge im internationalen System verändern können. Die USA bekommt einen Antagonisten.
Ein Land, welches ausländische Reporter aus Regionen vertreibt, wenn es zu Unruhen kommt. Ein Land, dass seine ausländische Studierende einfach des Landes verweist, solange die Olympischen Spiele andauern. Ein Land, dass geprägt ist von „Krieg“ und Unterdrückung und Angst vor äußerem Einfluss. Aber nicht nur die Angst vor dem äußeren Einfluss ist gross. Mittlerweile macht sich auch innerer Widerstand breit und die Angst, der Kommunistischen Partei Chinas, wird immer größer zu versagen und macht deshalb immer mehr Fehler.
Anstatt die Spiele wirklich als positive Publicity zu nutzen, verseuchen sie sich selbst den eigenen Ruf. Täglich treffen neue sonderbare Nachrichten ein, die die Sicherheit Chinas im Inneren garantieren sollte. Klar ist China momentan eine Blackbox für die westliche Welt, aber auch hier hält sich mein Mitleid in Grenzen. China hätte die Journalisten im Land behalten sollen und die hätten sich dann ein -vielelicht anderes- Bild machen können. Das nach solchen Aktionen, Spekulationen aufkommen ist verständlich.
Längst geht es nicht mehr nur um schlechte Berichterstattung bei den Spielen, viele Maßnahmen Chinas führen zu einer politisch-diplomatisch-kulturellen Abkapslung von der restlichen Welt. Und dabei war China auf einem eigentlich guten Weg.
Die Entscheidung die Spiele nach China zu geben, war verfrüht und zu voreilig. Sie war schlichtweg falsch! China ist politisch noch nicht so gefestigt um mit eventuell kleinen auftretenden Krisen bei einer solchen internationalen Veranstaltung klar zu kommen. Heraus kommen überzogene Reaktionen und unverständliche Verhaltensreaktionen!


China ist auf keinen Fall eine Blackbox. Die Reporter wurden ja nur aus Tibet ausgewiesen, aber nicht aus dem Rest des Landes.
Und das mit den Studenten scheint sich ja auch schon wieder zu erledigen. Nun kann plötzlich wieder niemand das bestätigen. Wäre wohl auch ziemlich unverschämt, wenn sie sowas machen würden. Und auch nicht durchsetzbar, da völlig unrealistisch.
Fragt sich natürlich, woher solche falschen Nachrichten kommen. dpa behauptet ja sogar, das käme von einer „Sprecherin der Peking Uni“. Ich hoffe echt, dass das noch aufgeklärt wird.
Von: Matthias am 17. April 2008
um 21:23
Es ist eine Blackbox, es sind Reporter die keine freie Reisemöglichkeit haben. Sie dürfen nur von dort berichten wo die chinesische Regierung es für angebracht hält.
Auch wenn es unwahrscheinlich klingt mit den Studenten, es scheint dennoch was dran zu sein. Dies wäre Kulturpolitisch ein Skandal und zwar ein Handfester!
Und ich glaube nicht, dass jetzt prinzipiell alle Meldungen falsch sind oder einfach eine Verschwörung der westlichen Welt. Man konnte jetzt eine Zeit lang auf dieser Welle der Empörung schlecht recherchierter Medienberichte mitreiten, aber irgendwann sollte auch hier schluss sein. Ich sehe es mittlerweile eher umgekehrt, dass die chinesische Regierung bewusst Fehlinformationen in die Medien eingibt um diese im Westen weiter zu diffamieren und zu blamieren. Eins muss man den Chinesen und deren Regierung wirklich lassen, es scheint zu funktionieren! – Und jenes beunruhigt mich sehr – viel mehr als die Ausweisung ausländischer Studis in China!
Von: Volker am 22. April 2008
um 00:08
Egal wie es nun mit der Pressefreiheit aussieht, du kannst nicht einfach den Begriff „Blackbox“ bringen. Blackbox heißt, ich kann nicht reingucken und weiß deshalb nicht, was im Inneren passiert. Das ist nicht so! Ansonsten wüssten wir überhaupt nicht, dass es Probleme in Tibet gibt. Dann könnten wir uns auch nicht ins Flugzeug setzen, nach Peking reisen und über den Tiananmen-Platz spazieren, da Fotos machen und die ins eigene Blog oder sonstwohin posten.
An der Sache mit den Studenten ist nichts dran und das mit den Fehlinformationen ist ja wohl Unsinn. Welche Fehlinformationen denn überhaupt?
Von: Matthias am 24. April 2008
um 09:40
Okay Matthias du hast recht bezüglich des Reinguckens. Aber wir dürfen nur solange hineinschauen, solange alles mehr oder weniger friedlich bleibt (s. olympische Spiele). Nebenbei dürfen wir das auch nur in den von der KP gesetzten Spielräumen. Eben weil die Reporter nicht frei Reisen dürfen, ist es ja eine Blackbox.
Du hast es ja selbst gesagt:
Was du hier auf Tibet beziehst kann auch für Dinge und Konflikte gelten, die wir gar nicht wahrnehmen können, weil keiner dort sein darf. Woher weiss ich denn, dass es keinen anderen Konflikt in China gibt?
Also bisher habe ich noch kein wirklich eindeutiges Dementi gehört bzgl. der Studenten. Und es kommt nicht von ungefähr, dass eine „Sprecherin der Peking Universität“ so ein Gerücht, sofern es nicht wahr sein sollte, in die Welt setzt. Das wird gesteuert und zwar von oberster Stelle. Durch diese „Sprecherin“ erhielt die Meldung eigentlich Glaubwürdigkeit und wurde so verbreitet. Hinterher wird die Meldung dementiert und als schlecht recherchiert herausgestellt von Seitens der chinesischen Regierung. – Für mich eindeutig ein abgekartetes Spiel!
Von: Volker am 24. April 2008
um 10:04