Was kann Politik alles hervorrufen? Die einen sagen: “Unmut!”, die anderen sagen: “Für die Wirtschaft viel gutes!”. Letzteres trifft auch auf das Urlaubsland Ägypten zu. Hier hat die Regierung ein Gesetz geändert, welches ausländischen Investoren erlaubt in Ägypten erzielte Gewinne ausführen zu dürfen. Früher mussten alle erwirtschafteten Gewinne wieder reinvestiert werden.
Dies führt natürlich bei weltweit agierenden Hotelbetreibern zu Unmut und somit zu Investitionszurückhaltung. Kaum wurde das Gesetz geändert fließen Gelder in Milliardenhöhe aus den arabischen Ländern (Kuwait, Dubai usw.) in Bauprojekte. Nach dem Motto: “Groß, größer, am größten” bauen die Investoren nicht nur noch Ferienresorts oder Clubanlagen in der Destination Ägypten. Nein! Sie bauen ganze Städte. Der Boom ist im Nilland ungebrochen. Ins Niemandsland werden ganze Infrastrukturen aus dem Boden gestampft. Der Tourismus ist hier nur ein Mittel zum Zweck. Die Urlauber, die in solche 6-Sterne Ressorts fahren können, sollen als Souvenir ein eigenes Haus mit nach Hause nehmen. So die waghalsige Verkaufsstrategie der Investoren in Ägypten. Zur Zeit laufen die Geschäfte noch schleppend, aber gerade in der arabischen Region werden es immer mehr potenzielle Millionäre die sich solch ein Souvenir leisten können.

