Verfasst von: Volker | 18. Februar 2009

„Wir sind keine tumben Nerds!“

Bei meiner Spiegel Online-Lektüre bin ich mal wieder über Interessantes gestolpert. Es handelt sich um einen Artikel von Mathias Hamann mit dem Titel: „Schau mir in die Augen, Nerd!“ Wer hat es nicht in den Medien verfolgen können, dass Informatiker jetzt einen Flirtkurs an der Uni bekommen. Land auf, Land ab ist das Vorurteil dieser Spezies Informatiker groß.
Damit die Studis der Informatik ein bisschen anschluss an die Außenwelt bekommen und nicht so werden wie ihr Ruf, wird an der Uni Potsdam eine Veranstaltung unter anderem zum Thema Flirten gehalten.
Dozent wird kein geringerer sein als Phillip von Senftleben. Er ist bekannt durch die Radiosendung, in der er von fremden Frauen am Telefon die Nummer erflirtet, zumeist mit Erfolg.
Früher nannte man das soziale Kompetenz erlernen, meist brachte man Grundzüge davon aus der Kinderstube mit. In Zeiten von Internet wird ein direkter Kontakt mit Menschen tatsächlich weniger und der Umgang mit eben diesen fällt einem immer schwerer. Das Internet und der PC haben viele Dinge erleichtert und beschleunigt auch im Büroalltag, aber dafür die soziale Kompetenz verkümmern lassen. „Ich schreibe Fr. Müller auf Platz 12 mal schnell ‘ne Mail.“ Dabei sitzt Fr. Müller vier Schreibtische weit weg. Ob so ein Kurs an der Uni nun Sinnlos oder doch Sinnvoll ist kann man heftig diskutieren. Aber irgendwo muss man mal wieder gezeigt bekommen wie man „normal“ kommuniziert.
Jedoch einen Flirtkurs finde ich an der Uni als Kurs fehl am Platz. Klar auch ich würde da vielleicht das Ein oder Andere sinnvolle lernen, aber seien wir mal ehrlich: Gibt es wirklich ein Patentrezept wie man flirtet? – Aus Erfahrung wohl eher nicht.


Antworten

  1. Ein Rezept? Aber klar gibt es das http://fastseduction.com/ Ok das ist primär aufs „rumbekommen“ ausgelegt, aber die Theorie dahinter ist die gleiche, sie geht halt nur noch einen Schritt weiter.

    Ich selbst stuider ja auch Info, halt nur bunter und wenn ich mir Bekannte an anderen Unis ansehe, haben die SoftSkillz echt nötig. Bei uns an der Uni ist der Ruf schon echt bitter, aber durch lustige Sachen die ich u.a. auf solchen Seiten gelernt hab hält mensch mich nun für einen Gestalter und ist dann ganz verwundert wenn ich sage: „Ne sorry bin eigentlich son Kellerkind-Nerd“ ;)

  2. Land auf, Land ab ist das Vorurteil dieser Spezies Informatiker groß.

    tja, gibt ja auch viele „nerds“ die dieses vorurteil schüren. zum glück habe ich damit nicht allzu viel zu tun ;)

    liebe grüsse
    aprikose


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